AH-Ausflug nach St. Anton 18.-20.07.2014

Voller Tatendrang machte sich am Freitag, 18.07.2014 nach 13 jähriger Pause die AH-Mannschaft auf, um das auserkorene  Ziel St. Anton am Arlberg zu besuchen. Da bei einem solchen Ausflug natürlich die Ehefrauen nicht fehlen dürfen, die beiden Mitorganisatoren der Reise,  Seppl und Robert, aber leider aus familiären Gründen kurzfristig absagen mussten, umfasste die Reisegesellschaft schlussendlich 25 Personen.
Der neu gewählte Ortsvorsteher Alfons Gartner nutzte die Gelegenheit zu seinem ersten "Staatsbesuch" und auch das Stupfericher "Alderle" hatte sich unter die Teilnehmer gemischt.

Treffpunkt war der Parkplatz an der Bergleshalle, an dem uns unser Fahrer Matthias in Begleitung seiner Ehefrau Uschi, gegen 7.00 Uhr abholte. Die Wetterprognose war hervorragend und die Stimmung, knapp eine Woche nach der gewonnenen Fußballweltmeisterschaft, konnte auch nicht besser sein.
Als erstes Zwischenziel steuerten wir Bregenz am Bodensee an, wo die Mittagspause verbracht wurde. Bei schönstem Sommerwetter und bei über 30 Grad zog es die Mitreisenden in verschiedene Lokalitäten am Bodenseeufer, um sich dort im Schatten zu stärken und zu erfrischen.
Nach der Weiterfahrt erreichten wir dann gegen 15.00 Uhr unseren Ausflugsort St. Anton, welcher auf 1300 Höhenmetern in Tirol liegt.
Mit großem "Grias eich" begrüßte uns unser Tiroler Mannschafskollege Stefan, welcher mit seiner Familie, einschließlich Baby Maria, per PKW schon vorgereist war. Anschließend wurden die Zimmer im noblen 4 Sterne-Hotel 3M bezogen.
Eine kleine Ortsbegehung verkürzte die Wartezeit aufs Abendessen im Hotel, wo dann auch der restliche Abend in gemütlicher Runde in der Lounge ausklang.
Das Frühstück am nächsten Morgen übertraf wohl jede Erwartung, es fehlte wirklich an nichts und so konnten sich kurz nach 10.00 Uhr zwei wohl genährte Wandergruppen, in etwa gleicher Gruppenstärke, aufmachen.
Die erste Gruppe wurde von Stefans Cousin Mansuet geführt. Mansuet, einer der 3 Besitzer des Hotels, als echter Outdoorfreak mit jedem Felsen und Baum per Du, wusste auf dem Weg mit der ein oder anderen Anekdote gekonnt zu unterhalten.
Die mittelschwere und etwa 13 km lange Tour, begann mit einer Seilbahnfahrt auf die Bergstation Kapall (2330 Meter). Von dort führte der anspruchsvolle, anfangs beschwerliche Weg weiter nach oben auf 2700 Meter. Die tolle Aussicht belohnte aber alle Mühen und das tadellose Sommerwetter machte die mitgenommenen Jacken überflüssig. Den ersten Stopp nach ca. 2 Stunden gab es auf der Leutkircher Hütte in 2251 Meter Höhe mit einem fanatsischen Panoramablick. Nach dem Abstieg über die Putzenalpe erreichten die Wanderer erst gegen 17.15 Uhr wieder das Hotel, wo sie sich auf das Abendessen um 18.00 Uhr sichtlich freuten. Einige Wanderfreunde mussten aber vor dem Essen erst noch ihre Wasserblasen behandeln. Bei anderen kam die ein- oder andere von Sonnencreme vernachlässigte Stelle zum Vorschein.
Die zweite Gruppe ließ es gemütlicher angehen. Geführt durch Stefans fidelen Vater Werner marschierte die Gruppe dem Bach Rosanna (Anmerkung: Rosanna nicht Rexona :) entlang und erreichte nach etwa 4 Kilometer Marsch und einer kurzen Busfahrt die Verwallhütte, von wo aus nach einer längere Rast flugs auch noch der Stausee in Augenschein genommen wurde. Der Rückweg zum Hotel wurde dann komplett im Tourismusbus bewältigt und das Hotel gegen 15.00 Uhr wieder erreicht. Eine wirklich kurzweilige Wanderung, da auch der Wanderführer Werner das ein oder andere Witzchen zu erzählen wusste und allen Teilnehmern dadurch  klar wurde, dass unser Stefan seinen Humor nicht gestohlen haben kann.
Der Abend endete nach dem ausgiebigen Abendessen im Hotel, auf dem St.Antoner Dorffest, welches unweit vom Hotel stattfand. Der Gruppengröße geschuldet fand man jedoch leider keine gemeinsame Sitzgelegenheit, weshalb sich die Gruppe aufteilen musste.
Am Sonntagmorgen mussten wir leider schon wieder die Koffer packen und an die Heimreise denken, doch zuvor galt es noch dem Einzug der Musikanten beim Dorffest beizuwohnen. Dass der angekündigte Umzug sich eher als Umzügchen erwies, tat der Stimmung keinen Abbruch. Nach dem abschließenden Besuch der sehenswerten, von Ziergärtchen umgebenden,  Sennhütte am Ortsrand von St. Anton nahmen wir Abschied von der schönen Landschaft aber auch von Werner und Marlies, den herzlichen Eltern von Stefan sowie von Stefan und seiner Familie.
Die Rückfahrt startete gegen 13.30 Uhr und Stupferich erreichten wir kurz vor 19.30 Uhr. Nach den drei schönen Tagen waren sich eigentlich alle einig, dass der nächste Ausflug auf keinen Fall wieder 13 Jahre warten darf.
(Rainer Gräber)